Matcha 101: Matcha zu Hause zubereiten – heiß & iced

Geschrieben von: Svenja Müller Veröffentlicht am 25.06.2026 Lesezeit 4 min

Matcha 101: How to Prepare Matcha at Home – Hot & Iced

Matcha hat den Sprung von der japanischen Teezeremonie ins Alltagsritual geschafft – und mit ihm kommt die Frage: Braucht man Spezialequipment und jahrelange Übung, um ihn zu Hause gut hinzubekommen?


Nein. Mit einem feinen Sieb, 70–80 °C heißem Wasser und dreißig Sekunden Schlagen gelingt dir in jeder Küche ein cremiger, natürlich süßer Matcha. Die beiden Klassiker-Probleme – Klumpen und Bitterkeit – lassen sich leicht vermeiden, wenn du weißt, woher sie kommen.


Hier ist die komplette Anleitung: heiß, iced und to go.

Was ist Matcha eigentlich?

Matcha ist grüner Tee, gemahlen zu einem sehr feinen Pulver. Die Teepflanzen werden einige Wochen vor der Ernte beschattet – das macht die Blätter dunkelgrüner und natürlich süßer. Anschließend werden sie gedämpft, getrocknet und traditionell in Steinmühlen gemahlen.


Der entscheidende Unterschied zu normalem Grüntee: Du lässt die Blätter nicht ziehen und wirfst sie weg – du schlägst das ganze Blatt ins Wasser und trinkst es mit. Deshalb schmeckt Matcha intensiver, leuchtet so grün und bringt mehr vom Koffein des Blattes in deinen Becher als aufgebrühter Tee.

Was du brauchst

Du brauchst kein Teezeremonie-Set. Drei Dinge reichen völlig:

  1. Ein feines Sieb. Nicht verhandelbar – das Sieben ist der eine Schritt, der Klumpen verhindert.
  2. Etwas zum Aufschlagen. Der traditionelle Bambusbesen (Chasen) ist wunderschön in der Anwendung, aber ein elektrischer Milchaufschäumer funktioniert genauso gut – für Einsteiger sogar oft besser.
  3. Eine kleine Schale oder ein breiter Becher zum Anrühren, dazu ein Teelöffel oder eine kleine Waage für die Dosierung von 1–2 g.

Wenn du für deinen Cappuccino schon einen Milchaufschäumer besitzt, bist du komplett ausgestattet.

Schritt für Schritt: Klassischer heißer Matcha

  1. Siebe 1–2 g Matcha (etwa ein halber bis ein gestrichener Teelöffel) durch ein feines Sieb in deine Schale. Überspring das nicht – Matcha klumpt von Natur aus, weil das Pulver so fein ist.
  2. Erhitze Wasser auf 70–80 °C – nicht kochend. Der einfachste Trick ohne Thermometer: Wasser aufkochen, dann zwei bis drei Minuten stehen lassen oder einen Schuss kaltes Wasser dazugeben.
  3. Gieße etwa 60–80 ml des Wassers über das Pulver.
  4. Schlage in W-Form – nicht in Kreisen –, bis sich eine feine Schaumschicht bildet. Mit dem Chasen dauert das etwa 20–30 Sekunden, ein elektrischer Aufschäumer schafft es in wenigen.
  5. Füll auf – mit mehr heißem Wasser für einen klassischen Matcha oder mit warmer, aufgeschäumter Milch für einen Matcha Latte. Fertig.

Iced Matcha Latte

Die Iced-Version ist noch unkomplizierter, denn mit kühlem Wasser ist Bitterkeit fast unmöglich:

  1. Siebe 2 g Matcha in eine Schale und gib etwa 60 ml kühles Wasser dazu.
  2. Schlage alles glatt und leicht schaumig.
  3. Füll einen Becher mit Eiswürfeln und etwa 200 ml kalter Milch deiner Wahl.
  4. Gieß den Matcha obendrauf – und genieß den grünen Verlauf, bevor du umrührst.

Mehr Ideen für kalte Getränke – und wie sie den ganzen Tag richtig kalt bleiben – findest du in unserem Guide: Iced Coffee to go.

Häufige Fehler & schnelle Fixes

Fast jeder enttäuschende Matcha lässt sich auf eine von drei Ursachen zurückführen – alle schnell behoben:


Problem Wahrscheinliche Ursache Fix
Klumpig Pulver wurde nicht gesiebt Immer zuerst sieben, dann kräftig in W-Form schlagen
Bitter Wasser zu heiß oder zu viel Pulver Bei 70–80 °C bleiben und 1–2 g pro Portion dosieren
Dünn und wässrig Zu wenig Pulver oder zu stark verdünnt Richtig dosieren und Wasser oder Milch schrittweise dazugeben – zwischendurch probieren

Und wenn dein Matcha trotz perfekter Technik flach schmeckt, ist vermutlich das Pulver selbst zu alt – Matcha verliert nach dem Öffnen schnell an Aroma. Bewahre ihn deshalb gut verschlossen, kühl und lichtgeschützt auf.

Matcha to go

Matcha und ein isolierter Becher sind ein natürliches Paar. Schlag deinen Matcha oder Matcha Latte zu Hause auf, füll ihn in den 350-ml-HEY SAHNI Becher – doppelwandig vakuumisoliert hält er Getränke bis zu 8 Stunden heiß und bis zu 12 Stunden kalt – und dein Iced Matcha übersteht den Weg ins Büro mit intakten Eiswürfeln.


Der auslaufsichere Sliding Lid hält unterwegs alles da, wo es hingehört. Ein ehrlicher Hinweis: Wie bei jedem Milchgetränk gilt auch beim Matcha Latte – innerhalb weniger Stunden genießen. Die Isolierung verlängert die Frische, sie ersetzt keinen Kühlschrank.


Und wenn du vor dem Deckel-Schließen noch ein kleines Blatt obendrauf gießen willst – hier ist unsere Anleitung: Latte Art lernen. Alles darin funktioniert auch mit Matcha Lattes.

FAQ

Wie viel Koffein hat Matcha im Vergleich zu Kaffee?

Pro Portion grob vergleichbar mit einem Espresso – je nachdem, wie viel Pulver du verwendest. Viele beschreiben die Wirkung als sanfter und gleichmäßiger als bei Kaffee, was meist auf die Aminosäure L-Theanin im Grüntee zurückgeführt wird. Wie immer gilt: Das individuelle Empfinden variiert.

Warum schmeckt mein Matcha bitter?

Fast immer aus einem von zwei Gründen: Das Wasser war zu heiß oder du hast zu viel Pulver verwendet. Bleib bei 70–80 °C – niemals kochend – und dosiere 1–2 g pro Portion. Auch die Qualität zählt: Guter Matcha schmeckt natürlich süß und grasig, nicht harsch.

Welche Matcha-Qualität eignet sich für Lattes?

Ceremonial Grade ist fürs pure Trinken mit Wasser gemacht. Für Lattes ist ein guter Culinary oder Latte Grade ideal – sein kräftigeres, robusteres Aroma setzt sich gegen die Milch durch, und er kostet typischerweise deutlich weniger.

Kann ich Matcha Latte mit Pflanzenmilch machen?

Unbedingt – Hafermilch ist besonders beliebt, weil ihre natürliche Süße wunderbar zu Matcha passt. Barista-Versionen schäumen am besten. Soja und Mandel funktionieren auch – schlag den Matcha einfach zuerst in Wasser auf und gib die Milch danach dazu.

Svenja Müller – Social Media Managerin bei HEY SAHNI

Die Autorin: Svenja Müller

Svenja ist Social Media Managerin bei HEY SAHNI und erzählt online die Geschichte der Marke, ihrer Community und der Kaffeekultur dahinter. Sie lebt auf Mallorca – mit einer großen Liebe für guten Kaffee, kleine Rituale und die Kultur hinter jeder Tasse.